Rückblick 2008

I. Quartal 2008

Streckennetz

Recht zahlreich waren auch diesmal Holzschwellen auf der Strecke zu wechseln. Auch ein großzügiger Profilfreischnitt an den stets wuchernden Büschen und Hecken entlang der Strecke erfolgte in der kalten Jahreszeit.

Gebäude/ Infrastruktur

Für die Baufreiheit des neuen Bahnsteigs Haltepunkt Schomburgkstraße wurde einiger Wildwuchs entfernt und die Grasnabe abgetragen. Es folgte das Setzen der neuen jetzt 28 Meter langen Bahnsteigkante. Ganz klassisch entstand sie aus einbetonierten Schienenprofilen und Holzschwellen. Die neue Höhe (15 cm über SO) erlaubt ein bequemeres Einsteigen. Anschließend wurde der Bahnsteigkern lagenweise mit Abraum aufgefüllt. Das abschließende Planum wurde aus bindigen Kiessand hergestellt und verdichtet. Mit über 4 Meter Breite ist nun ausreichend Platz zum Aus- und Einsteigen unserer Fahrgäste. Zudem verfügt der neue Bahnsteig über zwei geräumige Zugänge von der Straße her. Ergänzend werden zwei neue Beleuchtungsmasten und Bänke aufgestellt.

Baustelle Bahnsteig Haltepunkt Schomburgkstraße Baustelle Bahnsteig Haltepunkt Schomburgkstraße

Damit ist zugleich das Programm „Streckenertüchtigung“ abgeschlossen, welches neben diesem Bahnsteig auch den Ausbau des Bf. Schönauer Lachen und den Bau des Kreuzungsbahnhofs Schwarzer Weg enthielt. Damit sind nun alle Betriebshalte an die gewachsenen Fahrgastzahlen wie größeren Zuglängen angepasst wurden.

Auch am Bahnsteig im Museumsbahnhof wurde ein Teil der alten Bahnsteigkanten erneuert.

Fahrzeuge

Lok 8 V10C LKM 250401 – Die Innenrahmen-Lok (Spur 900 mm), wie sich nun herausstellte 10 Jahre bei uns falsch als 250229 geführt, wurde total zerlegt. Dabei gab sie auch ihre wahre Identität preis. Die meisten Baugruppen werden in unserer Außenrahmen-V10C Lok 8" LKM 250317 Verwendung finden bzw. als Tauschteil dafür vorrätig gehalten.

Lok 18 DIEMA DS 14/5 – Große Fortschritte machte im letzten Quartal Lok 18. Der Bau eines neuen Führerhauses ist abgeschlossen, so dass es montiert und lackiert werden konnte. Die Farbgebung entspricht in etwa dem letzten Zustand bei Griendtsveen. Die Achsen, welche zuvor von 900 auf 800 mm Spurweite umgearbeitet wurden, sind in die Achsgetriebe eingebaut. Zuvor wurde ein Teil der Wälzlager erneuert und alles neu gedichtet. Nach dem Anbau der Radscheiben konnten die beiden Antriebsbaugruppen in die Lok eingebaut werden. Die eingesetzten Federpakete erhielten zuvor neue obere Lagen. Damit steht die Lok erstmals bei uns auf eigenen Achsen und man erkennt langsam was es mal werden soll. Die Zylinderköpfe des Deutzmotors sind in einer Spezialwerkstatt aufgearbeitet wurden und praktisch wie neu. Damit konnte der Motor wieder komplettiert werden. Für den Einbau in die Lok mussten zuvor aber erst eine neue Motor-Getriebe-Kupplung und die Motorträger in Eigenfertigung entstehen. Es folgten die vielen kleinen Dinge, wie Verkabelung der E-Anlage Kraftstoffleitungen, Gasgestänge usw. Auch die komplette Bremsanlage muss, da als Ersatzteil nicht mehr zu beziehen, im Eigenbau entstehen. Die Handbremsvorrichtung ist schon fertig gestellt, die Hängeeisen und Traversen sind angearbeitet. Größtes Problem der endgültigen Wiedererstellung bleiben die fehlenden Vorbau-Seitentüren. Wir sind da für jeden Hinweis dankbar. Ausreichend LKM-Seitenbleche stehen für ein Tauschgeschäft zur Verfügung.

Lok 18: Achse Lok 18 noch ohne Motor

Lok 19 LEW EL9 Nicht weniger intensiv wurde an der Restaurierung der Akkulok gearbeitet. Äußerst aufwendig gestaltete sich die Aufarbeitung der Sandanlage. Die gesamte Bedienmechanik der wahrscheinlich schon lange nicht mehr oder nie genutzten Anlage war fest- und die vier Sandkästen durchgerostet. Da blieb nur der Neubau der eigenwillig geformten Behälter und einem groß Teil der Mechanik. Nach deren Anbau konnte der Rahmen dann komplett lackiert werden. Die Malowa ist mit dem Herstellen der neuen Achsen und den dafür notwendigen Ab- und Aufpressarbeiten beauftragt. (Leider klappt es aber nicht so mit der Auftragsabarbeitung) Die gesamte Bremsmechanik wurde aufgearbeitet sowie eine neue Traverse gefertigt. Im März wurde der Fahrschalter eingebaut und die Verkabelung begonnen.

Lok 19: LEW EL9

II. Quartal 2008

Streckennetz

Keine Arbeiten.

Gebäude/Infrastruktur

Am neuen Bahnsteig „Haltepunkt Schomburgkstraße“ wurden ergänzend noch zwei Bänke errichtet und eine Beleuchtung an den beiden Masten installiert. Damit erfüllt unser einziges „Tor zur Öffentlichkeit“ nun alle Anforderungen für einen angenehmen Erstkontakt unserer Besucher mit der Feldbahn.

Bahnsteig Haltepunkt Schomburgkstraße

Unsere derzeitige Großbaustelle ist der gepflasterte Bereich vor dem Lokschuppen 1. Dieser soll von Höhe Schienenunterkante auf Höhe Schienenoberkante angehoben werden, damit die an den Öffnungstagen viel begangene Stelle stolperfrei wird. Auch ein Ausbau der maroden Holzschwellen war erforderlich. Zur Freihaltung der Spurrille wurde deshalb jeweils eine Beischiene S24 eingebaut und mit Spurhaltestangen zum Gleisrost verschraubt. Der Gleisrost wurde auf eine Schotter-Beton Lage gelegt und alles komplett neu mit Naturstein eingepflastert.

Pflasterarbeiten... ...vor dem Lokschuppen

Fahrzeuge

Bei Lok 12 Gmeinder 22/24 PS machte sich zum Junifahrtag ein undichter Kühler bemerkbar. Mittlerweile hat letzterer ein neues Kühlernetz erhalten und kann wieder eingebaut werden.

Lok 18 DIEMA DS 14/5 – Das Ende der Restaurierung ist in Sichtweite. Für den Motor wurde ein neuer Auspuff gebaut. Damit ist die Lok antriebsseitig voll betriebsfähig und hat auch schon ihre ersten Probefahrten hinter sich. Die Vorbauvordertür wurde, da ebenfalls nicht mehr vorhanden neu angefertigt. An den wenigen noch fehlenden Bremsteilen wurde weiter gearbeitet.

Lok 18: DIEMA DS 14

Lok 19 LEW EL9 – Den zweifellos größten Fortschritt machte die Aufarbeitung der Akkulok. Nach der Aufarbeitung der Scheinwerfer und Puffer, für die noch neue Evolutfedern beschafft werden mussten, waren dann endlich (nach einen halben Jahr Wartezeit) die neu angefertigten 800 mm-Achsen da. Zugleich konnten damit diese und die Tatzlagermotoren aufgearbeitet und abschließend komplettiert und eingeachst werden. Die gesamte Kabelanlage wurde erneuert. Nach der Beschaffung neuer Bremsklötzer wurden die restlichen Bremsteile aufgearbeitet. Dabei entstanden auch einige Teile neu. Mittlerweile ist die Bremse an der Lok montiert und einjustiert. Ende Juni wurden die elekrischen Anschlüße geschalten und der Akkukasten aufgesetzt. Die Probefahrt verlief erfolgreich. Damit verkehrte zum ersten mal nach 40 Jahren Pause wieder eine elektrisch angetriebene Lokomotive auf den Gleisen der Kiesbahn.

Lok 19: LEW EL9

Die beiden 2,5 m³-Holzkastenkipper Nr. 84 und 85 (ex IRR) wurden von 750 auf 800 mm umgespurt und sind in den einsatzfähigen Bestand übergeben wurden.

Montage des Holzkastenkipper

III. Quartal 2008

Streckennetz

Keine Arbeiten - aber wir können einen Zugang von rund 250 m Feldbahngleis und vier Weichen vermelden, welcher sicher bald Aktivitäten zur Erweiterung unseres Gleisnetzes auslösen wird.

Gebäude/Infrastruktur

Abschluss fanden auch die Arbeiten am gepflasterten Bereich vor dem Lokschuppen 1. Dieser war von Höhe Schienenunterkante auf Höhe Schienenoberkante angehoben wurden, damit die an den Öffnungstagen viel begangene Stelle stolper- und barrierefrei wird. Da unser gesamtes vorrätiges Natursteinpflaster (incl. der ehemaligen Stützwand des alten Hp. Schomburgkstraße) verbaut wurde, konnte zudem der gepflasterte Bereich wesentlich vergrößert werden. Zugleich wurde auch der Stellplatz unserer Uraltloren hergerichtet, so dass nun der Bereich vor dem Lokschuppen einen recht ansprechenden Eindruck macht.

Fahrzeuge

Lok 18 DIEMA DS 14/5 - Die noch fehlenden Bremsteile sind angefertigt wurden und eingebaut. Mit dem Einbau der Fensterscheiben erfolgte auch äußerlich der Abschluss der Restaurierung, so dass die Lok in den betriebsfähigen Bestand übergeben werden konnte. Die wenigen Restarbeiten werden nach und nach abgearbeitet.

Lok 18 und Lok 19 auf der neugestalteten Fläche vorm Lokschuppen

Lok 18 und Lok 19 auf der neugestalteten Fläche vorm Lokschuppen

Lok 19 LEW EL9 – Es ist geschafft – nach 12 Monaten intensiver Aufarbeitung ist die Akkulok in den Betriebsbestand übernommen wurden. Zuvor erfolgten zur Komplettierung noch der Neubau eines Führerhauses sowie die Montage und Installation der Beleuchtungsanlage.

Lok 20 Deutz OME 117 F - Neu in den Bestand kam eine kleine Diesellok vom bisher bei uns noch nicht vertretenen Hersteller Deutz. Wegen einer vom Vorbesitzer bereits begonnenen Restaurierung war die Lok bereits zerlegt. Neben dem Neubau von 2 Achsen für den Einsatz auf unserer 800 mm-Spur wartet bis zur Wiederinbetriebnahme eine umfangreiche Aufarbeitung auf die Lok.

Lok 20 zerlegt im Musumsbahnhof

Museum

Und noch ein Abschluss. Am Eimerkettenbagger können wir nach einigen Experimentieren und Probieren nun endlich eine voll funktionsfähige Siebanlage vorführen. Dadurch sind jetzt immer 2 Lorenzüge zur Beladung notwendig und am Bagger herrscht während der Vorführungen echte Produktionsatmosphäre.

Die montierte Siebanlage am Eimerkettenbagger

IV. Quartal 2008

Streckennetz

Für den Vorführkreislauf am Eimerkettenbagger macht es sich erforderlich, die im Schaubetrieb geförderten Massen wieder an der Abbaukante abzukippen, schließlich wollen wir ja nicht unser eigenes Gelände wegbaggern. In Vorbereitung für dieses ins Baggergleis mündende Kippgleis wurde die S18-Weiche Nr. 20 hergestellt, die dann den Abzweig vom Gleis 8 besorgen wird.

Gebäude/ Infrastruktur

Leider mussten wir unsere LKW-Garage in unmittelbarer Nachbarschaft bis zum Jahresende räumen. Und da darin nicht nur unser Schnauzenlaster S4000 sondern auch eine Unmenge Ersatzteile, Werkzeuge usw. lagerten, gestaltete sich der Umzug in die neue Garage zu einem arbeitsaufwändigen Großereignis welches 4 Wochenendeinsätze forderte.

Fahrzeuge

Lok 20 Deutz OME 117 F – Am mitgelieferten Deutz – Tauschmotor begann die Aufarbeitung. Der Totalzerlegung folgte die Grundreinigung aller Teile. Diverse Teile wurden neu beschafft. Mittlerweile hat die Montage begonnen.