Rückblick 2009

I. Quartal 2009

Streckennetz

Der Gleisstumpf am Ende des Gleis 1 im Museumsbahnhof wurde um 15 Meter verlängert um darauf einige wenig genutzte Fahrzeuge abstellen zu können.

Auch am parallelen Gleis 8 gab es Veränderungen. Es kam die bereits vorgefertigte Weiche 20 zum Einbau und es wird ein Zweiggleis von dort zum Baggergleis geführt. Zugleich wurde das Gleis 8 um die Länge der Weiche verlängert. Sinn der ganzen Bauerei ist, dass der geförderte Kies, der während der Schauvorführung des Eimerkettenbaggers gefördert wird, wieder am Abbauort abgekippt werden kann.

Auf der Hauptstrecke gab es wie immer um diese Jahreszeit zahlreiche Schwellenwechsel und einige „Klapperstöße“ wurden durch Aufarbeitung der Laschen und Neuverbolzung wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt. Auch der Vegetationsrückschnitt erfolgte auf der ganzen Strecke.

Neu in den Bestand kam eine Lorendrehscheibe, und das sogar in unserer 800 mm-Spur. Sie wird später in einem neu gestalteten Vorführbereich Verwendung finden.

Die neue Drehscheibe

Gebäude/Infrastruktur

Bislang musste sich unser Eimerkettenbagger mit einer gerade mal 8 m langen Abbaustrosse begnügen. Da dies nicht befriedigte wurde nun der Erdbau für eine Verlängerung der Strosse ausgeführt. In diesem Zusammenhang wurden auch die oben aufgeführten Gleisverlängerungen ausgeführt.

Fahrzeuge

Lok 18 Diema DS 14-5 – als nun wirklich letzte Arbeit wurden für die Lok Seitentüren für den Motorvorbau gefertigt, da sich Originaltüren leider nicht beschaffen ließen.

Lok 20 Deutz OME 117 F – Am Deutz-Tauschmotor lief die Aufarbeitung. Diverse Teile wurden neu beschafft, unter anderem ein neues Zwischengetriebe.

Stirnwandlore 46 – aus einer 750 mm – Flachlore entstand im Eigenbau eine Stirnwandlore. Damit stehen jetzt 4 verschiedene Flachloren für die diversen Baueinsätze und Materialtransporte bereit.

II. Quartal 2009

Fahrzeuge

Lok 19 LEW EL9 Die Aufarbeitung der Lok konnte mit dem Fertigstellen der Unterseite des Akkubehälters abgeschlossen werden. Der Boden wurde entrostet und lackiert. Die Signallaternen wurden wieder mit Schutzgittern versehen.

Wagen 20 Sommerwagen erhält derzeit einen Neuanstrich der Holzteile.

Wagen 49 Stirnwandlore Mit der Montage der Holzbeplankung wurde die Stirnbordlore fertig gestellt.

Wagen 91 - 93 Grubenhunte Vom Besucherbergwerk Ehrenfriedersdorf konnten wir drei Förderwagen übernehmen. Der Abtransport wurde zusammen mit den Feld- und Kleinbahnfreunden Saalekreis e. V. organisiert und erfolgte mit den beiden Vereins-LKW. Außerdem wurden gleich noch weitere Hunte für unsere benachbarten Feldbahner-Kollegen mitgenommen, so dass die LKW gut ausgenutzt waren. Die drei Hunte die in unserer Sammlung verbleiben, wurden inzwischen auf 800 mm Spurweite umgebaut und sind einsatzfähig.

Transport der Grubenhunte

S4000-1 Am Vereins LKW wurden die verschlissenen Federn der Hinterachse gegen aufgearbeitete ersetzt.

Lanz-Treffen

Zum diesjährigen Lanz-Treffen auf dem Agra-Gelände in Markkleeberg waren wir mit ca. 50 Meter Gleis in 600 mm Spurweite, einer NS 1 der Feldbahnschauanlage Glossen e. V., einer Kipplore und einem Schnabelrundkipper vertreten. Hier konnte eine kleine Transportszene mit einer mobilen Brecheranlage vorgeführt werden. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die Hilfsbereitschaft an die Kollegen aus Glossen.

Lanz-Treffen auf dem Agra-Gelände in Markkleeberg

III. + IV. Quartal 2009

Streckennetz

Der zunehmend schlechter werdende Zustand unseres hinteren Steckenteils zwang uns, fast das gesamte Arbeitspensum im zweiten Halbjahr 2009 dem Gleisbau zu widmen. So wurden im Einschnitt bei km 0,8 weit über 100 neue Schwellen, teils als Einzelschwelle teils jochweise, gegen die schadhaften und morsch gewordenen Schwellen getauscht. Dies lohnte auf dem Abschnitt „Schwarzer Weg“ – „Schönauer Lachen“ (km 1,0 – 1,5) nicht. Hier entschlossen wir uns zur grundhaften Sanierung des gesamten Streckenabschnitts. Bis Dezember wurde dieser Streckenabschnitt komplett zurück gebaut.

Streckenabbauarbeiten Hier ist erstmal Streckenende...

Fahrzeuge

Wegen des Schwerpunktes Gleisbau erfolgten am Rollmaterial nur die notwendigen Instandhaltungsarbeiten und Schönheitsreparaturen. Außer am Wagen 21 Aussichtswagen: Der bislang mit offenen Bühnen ausgestattete Wagen erhielt nun Türen an allen Bühnenzugängen. Damit konnten wir die Sicherheitsansprüche am Fahrzeug weiter erhöhen, denn trotz Verbots hielten sich immer wieder gern Kinder im Bühnenbereich auf.