Rückblick 2013

I. Quartal 2013

Streckennetz

Im Bahnhof „Schönauer Lachen“ wurde mit dem Aufbau des 2. Gleises begonnen. Zum Einsatz kommen dabei Holzschwellen der 900 mm-Grubenbahn der Tagebaue südlich von Leipzig. Der Aufbau des Gleises erfolgt deshalb zunächst mit 900 mm Spurweite. Später wird dann auf 800 mm umgespurt.

Gleisbau

Wie jedes Jahr wurden längs der gesamten Strecke umfangreiche Büsche und Bäume zurückgeschnitten, um die Befahrbarkeit zu gewährleisten.

Gebäude/ Infrastruktur

Für die Fahrzeughalle wurden Traufbleche für den Übergang von der Wellblechfassade zum Fundament angefertigt und montiert.

Fahrzeuge

Bei der Lok Nr. 17 Schöma CHL 20 I wurde die Bestandsaufnahme fortgesetzt. Dazu wurde die Lok ausgeachst und die Achsen inklusive Achsgetriebe zerlegt. Dabei konnten schadhafte Achslager festgestellt werden. Auch die Achswelle ist im Bereich der Achslager eingelaufen. Zurzeit läuft die Suche nach geeigneten Werkstätten für die Instandsetzung der Achswellen und die Überarbeitung Radscheiben.

Der Sandstreuer von Lok 4, LKM Ns3 wurde instandgesetzt.

II. Quartal 2013

Streckennetz

Der Bahnhof „Schönauer Lachen“ kann seit Anfang Mai wieder zum Umsetzen genutzt werden. Das seeseitige Gleis wurden fertiggestellt. Allerdings erfolgte die Verlegung zunächst auf einem provisorischen Planum ca. 30 cm unterhalb des endgültigen Niveaus. Die Anbindung an die Einfahrweiche mittels einer provisorischen Rampe gewährleistet jedoch bereits jetzt die Befahrbarkeit.

Gleisbauarbeiten am Bahnhof Schönauer Lachen Gleisbauarbeiten am Bahnhof Schönauer Lachen Gleisbauarbeiten am Bahnhof Schönauer Lachen

Am Streckengleis zwischen den Bahnhöfen „Schwarzer Weg“ und „Schönauer Lachen“ erfolgten Korrekturen der Gleislage und ein erneuter Stopfgang.

Gleisbauarbeiten am Streckengleis Gleisbauarbeiten am Streckengleis

Gebäude/ Infrastruktur

Im Bereich des zweiten Hallenteils waren noch diverse Altfundamente vorhanden. Diese wurden freigelegt und abgebrochen.

Bauarbeiten an der Fahrzeughalle Bauarbeiten an der Fahrzeughalle

Im Juni konnten wir eine gebrauchte WMW Drehbank DLMZ 250x600 übernehmen. Diese ist in einem deutlich besseren Zustand als unsere bisher genutzte Drehmaschine. Die neue Maschine wurde direkt nach der Ankunft in Lindenau aufgestellt.

Außerplanmäßig musste das Lokschuppendach neu gedeckt werden, da sich im vergangenen Winter einige undichte Stellen gebildet hatten. Ein Versuch, diese abzudichten brachte nicht das gewünschte Ergebnis. Die neue Eindeckung ist weitgehend fertig, ein paar kleine Restarbeiten stehen noch aus.

Reparatur Lokschuppendach

Fahrzeuge

Nachdem sich zunehmend Probleme beim Starten der Lok 2 bemerkbar machten wurde der Anlasser ausgebaut. Dabei wurde ein verschlissener Zahnkranz an der Schwungmasse des Motors festgestellt. Nachdem der Ersatzzahnkranz beschafft wurde, konnte dieser eingebaut werden.

Neu in die Fahrzeugsammlung kam ein Dumper Picco I. Mit der betriebsfähigen Aufarbeitung wurde inzwischen begonnen. Die Vorderachse wurde ausgebaut, das Differential geprüft und mit neuem Getriebeöl aufgefüllt. Nach einer Bestandsaufnahme der Bremsanlage wurden neue Radbremszylinder beschafft.

III. Quartal 2013

Streckennetz

Im Bereich der des zweiten Hallenteils wurden die Gleise ausgerichtet und gestopft.

Gebäude/ Infrastruktur

Die vorhandenen Teile für den zweiten Hallenteils wurden vor einigen Jahren gebraucht erworben. Bei der Bestandsaufnahme stellte sich heraus, dass einige Bauteile durch den Abbau verbogen waren. Glücklicherweise ließen sich alle Teile richten. Nach dem Richten wurde mit dem Entrosten und Grundieren der Hauptträger begonnen. Für die zur statischen Ertüchtigung notwendigen zusätzlichen Elemente wurde Material beschafft und bereits mit der Fertigung begonnen. Für die Fundamente erfolgte die Vorfertigung von Bewehrungsteilen.

Werkstatt

Die neu erworbene Drehbank wurde elektrisch angeschlossen und einige kleine Reparaturarbeiten durchgeführt. Anschließend konnte die Maschine in Betrieb gehen.

Der Eimerkettenbagger wurde mit einer Beleuchtungsanlage ausgerüstet. Dazu wurde eine Lichtmaschine samt Antrieb und Scheinwerfer eingebaut. Mit der Anlage wurde der Originalzustand wieder hergestellt. Im früheren Einsatz besaß der Bagger bereits eine ähnliche Beleuchtungsanlage, die bei der Restauration wegen völlig verschlissenen und fehlenden Teilen nicht erhalten werden konnte.

Eimerkettenbagger mit Beleuchtung

Fahrzeuge

An der die Lok 17, Schöma CHL 20 I, wird neben der Instandsetzung der Achsen auch eine vollständige Überarbeitung des Fahrwerks notwendig. Deshalb wurde die Lok nun komplett zerlegt und der Rahmen herumgedreht. Dadurch ist die nun oben liegende Unterseite besser erreichbar. Die Achsgabeln und Achslagergehäuse müssen nun überarbeitet werden, da die Achsen ein merkliches Längsspiel im Rahmen aufweisen.

Lok 3, Hanomag, kam zusammen mit den Wagen 22, 30 und 31 als Requisite bei Filmaufnahmen zum Einsatz. Aus diesem Anlass wurden die Treibstangen wieder montiert sowie die Teile des Triebwerks gangbar gemacht. Die Lok wird allerdings weiterhin nur rollfähig sein. Die montierten Teile verbleiben zukünftig an der Lok, da diese so einen besseren optischen Gesamteindruck hinterlässt.

Veranstaltungen

Die Museumsfeldbahn nahm am 31. August am erstmals in Leipzig stattfindenden „Tag der Industriekultur“ teil. Neben den Fahrten mit den Personenzügen gab es an diesem Tag Führungen zur Geschichte der Kiesbahn zu erleben. Außerdem waren den ganzen Tag Lorenzüge auf der Strecke unterwegs.

Am 21. und 22. September fand der „Historische Betriebstag“ bei der Museumsfeldbahn statt. Schwerpunkte der Veranstaltung waren die Fahrzeugparaden und die Vorführungen des Eimerkettenbaggers. An beiden Tagen konnten auch historische Straßenfahrzeuge und Baumaschinen im Rahmen der „1. Lindenauer Oldtimerschau“ bestaunt werden.

1. Lindenauer Oldtimerschau 1. Lindenauer Oldtimerschau 1. Lindenauer Oldtimerschau 1. Lindenauer Oldtimerschau 1. Lindenauer Oldtimerschau

Sonstiges

Am 4. Oktober fanden auf dem Museumsgelände und am Haltepunkt „Schomburgkstraße“ Dreharbeiten für eine Doku-Kinderserie statt. Neben dem schon erwähnten Zug, der für die Aufnahmen zum Einsatz kam, wurde auch ein Grenzzaun im Museumsbahnhof errichtet.

Dreharbeiten bei der Feldbahn Dreharbeiten bei der Feldbahn

IV. Quartal 2013

Streckennetz

Die Weiche 16 an der Einfahrt zu den Bahnsteigen im Museumsbahnhof erhielt im Zungenteil neue Schwellen. Dabei wurde auch die Gleislage korrigiert. Zum Abschluss wurde die Einfassung der angrenzenden Grünfläche erneuert.

Gebäude/ Infrastruktur

Für den zweiten Teil der Fahrzeughalle wurde der Bereich des westlichen Fundamentstreifens ausgeschachtet. Durch die frühere Nutzung des Bereichs als Absetzbecken der Kieswäsche war der Untergrund nicht tragfähig und wurde ausgetauscht.

An den Stahlträgern gingen die Entrostungs- und Grundierungsarbeiten weiter. Auch die Herstellung fehlender Bauteile wurde fortgesetzt.

Grundierte Stahlträger Fundament

Werkstatt

An der Drehbank war der Antrieb der Zugspindel defekt. Die Keilriemenscheibe wurde überarbeitet und die Wellendichtung erneuert.

Neu in den Bestand kam auch ein Notstromaggregat FIMAG DGBS 375-2/1. Das Aggregat besitzt einen Motor vom Typ EL 308 der VEB Barkas-Werke Karl-Marx-Stadt. Das Gehäuse erhielt einen Neuanstrich. Nach einer Überprüfung der Elektrik, des Motors und einer Tank- und Vergaserreinigung ist das Gerät einsatzfähig.

Notstromaggregat

An zwei Baggerschaufeln wurden die Hydraulikzylinder neu gedichtet. Da dafür das komplette Greifergestell demontiert werden muss, erfolgten auch gleich kleinere Instandsetzungsarbeiten sowie eine Neulackierung.

Fahrzeuge

Die Achse der Lok 17, Schöma CHL 20 I, befindet sich zurzeit in einer Dreherei. Hier werden die eingelaufenen Lagersitze überdreht. Diese Arbeiten sind notwendig, da für die anschließende Wiederherstellung des Originalmaßes durch Aufspritzen eine saubere Oberfläche benötigt wird.

An Lok 3, Hanomag, wurden die originalen Kupplungen der Georgsmarienhütte abmontiert und eingelagert. Diese Kupplungen sind für spezielle Kuppeleisen konstruiert und zusammen mit der feldbahntypischen Kuppelkette nicht einsetzbar. Es ist auch nicht möglich einen sicher funktionierenden Adapter zu konstruieren. Die originalen Kupplungen wurden durch Trichterkupplungen ersetzt.

Trichterkupplung an Lok 3

Neu in die Sammlung kamen die hydraulischen Kipploren (Nummer 62 und 63). Sie stammen von der Verbund-Innkraftwerke GmbH, Kraftwerk Neuötting. Dort wurden sie zum Abtransport von Treibgut verwendet und 2013 durch Neufahrzeuge ersetzt. Beide Loren sind fest miteinander gekuppelt. Eine Trennung ist nur nach dem Lösen der Hydraulikschläuche möglich. Die Spurweite beträgt 800 mm, jedoch hat eine Überprüfung ergeben, dass eine Korrektur der Spur notwendig ist. Die Loren würden in den Weichen auf die Herzstückspitzen aufklettern und entgleisen. In Neuötting ist die Spurabweichung unerheblich, da auf der dortigen Anlage keine Weichen vorhanden sind. Die Loren besitzen je Achse ein Losrad, deren Lager verschlissen sind und somit die korrekte Spurweite nicht mehr eingehalten wird.

Hydraulische Kipploren Hydraulische Kipploren

Für die Lok 18, DIEMA DS 14 wurde eine zum Motor passende Hydraulikpumpe beschafft. Die Lok soll für die Hydraulikkipper Nr. 62 und 63 hergerichtet werden. Nach Einbau der Hydraulikanlage wird eine Vorführung der Kippfunktion möglich sein.