Rückblick 2016

I. und II. Quartal 2016

Streckennetz

Im ersten Halbjahr wurden in zwei Bauabschnitten insgesamt ca. 85 Meter Gleis zwischen dem Haltepunkt „Schomburgkstraße“ und dem Museumsbahnhof saniert. Nach der Demontage erfolgte die Erstellung des Verlegeplanums mit einer Planierraupe. Zum Einbau kamen gebrauchte Hartholzschwellen. Auf der Hälfte des sanierten Abschnitts konnte die originale Schienenbefestigung mittels Unterlagsplatte und Schienennägeln erhalten werden. Dabei kamen neu beschaffte Schienennägel zum Einsatz. Da die vorhandenen Unterlagsplatten teilweise stark verschlissen waren, wurde ein Teil des Abschnitts auf Oberbau K sowie Befestigung mittels Schwellenschraube und Unterlagsplatte umgerüstet. Ende Juni wurde der gesamte Abschnitt geschottert.

Transport der Planierraupe

Der Transport der Planierraupe erfolgte stilecht mit der Feldbahn

Planierraupe schiebt Planum Planierraupe schiebt Planum

Die Planierraupe schiebt das neue Planum für das Gleis

Planierraupe zieht die Schienen

Zum Schluß zieht die Planierraupe wieder die alten Schienen an ihren angestammten Platz

Gleisbau Bauabschnitt 1 Gleisbau Bauabschnitt 1

Die letzten Arbeiten im ersten Bauabschnitt wurden bei winterlichem Wetter beendet

Abladen der Planierraupe

Auch im zweiten Bauabschnitt kam die Planierraupe wieder zum Einsatz

Schienen verlegen und ausrichten

Wenn das neue Planum fertig ist, werden die Schienen verlegt und ausgerichtet …

Schwellen verlegen

… danach werden die neuen gebrauchten Schwellen unter die Schienen geschoben …

Löcher in Schwellen vorbohren

… dann Löcher vorgebohrt …

Gleis nageln

… anschließend die Schienen festgenagelt …

Gleis eingeschottert

… und zum Schluß wurde das Gleis eingeschottert

Wie in jedem Winter erfolgten auf dem Museumsgelände und entlang der Strecke umfangreiche Grünschnittarbeiten.

Gebäude/ Infrastruktur

Für den zweiten Teil der Fahrzeughalle wurden die Kanthölzer, an denen die Wellbleche montiert werden, beschafft und montiert. Weiterhin wurde Profilstahl zum Bau der Fenster beschafft. Die Anfertigung der Schiebetoranlage wurde an eine ortsansässige Metallbaufirma vergeben.

Motor

Fahrzeuge

An der Lok 6, Jung EL110 konnte das vorgefertigte Führerhaus fertiggestellt und montiert werden.

Am Motor des LKW S4000 wurden die Zylinderkopfdichtungen gewechselt. Danach war die jährliche Hauptuntersuchung fällig, die auch dieses Jahr erfolgreich verlief.

Historische Siebanlage

Beim Abbau der Siebanlage wurden zunächst die geborgenen Dachpfannen vor Ort zurückgelassen. Mitte Mai holten wir diese nun von Wollbach nach Lindenau. Der Transport der insgesamt 12 Europaletten erfolgte mittels Miet-LKW mit Ladebordwand und PKW-Anhänger.

LKW-Beladung in Wollbach LKW-Beladung in Wollbach LKW-Beladung in Wollbach Dachziegelzug

In Leipzig legten die Dachziegel die letzten Meter per Feldbahn zurück

Sonstiges

Am 26. März fand auf dem Museumsgelände die Scheckübergabe des Entenrennens 2015 durch den Vorstand des Vereins „Wasser-Stadt-Leipzig e. V.“ statt. Der Erlös des Entenrennens soll für die Streckenverlängerung in Richtung Louisenbrücke eingesetzt werden.

Scheckübergabe Entenrennen Scheckübergabe Entenrennen

III. Quartal 2016

Streckennetz

Für den Abschluss des Bahnsteigs am Haltepunkt Schomburgkstraße wurde ein Geländer gebaut und aufgestellt. Außerdem waren wieder Mäharbeiten entlang der Gleise durchzuführen.

Gebäude/Infrastruktur

Für den 2. Bauabschnitt der Fahrzeughalle wurden sehr aufwendig Fensterrahmen aus Stahlprofilen angefertigt. Die ca. 1,5 x 2,4 Meter großen Rahmen bestehen jeweils aus 37 Einzelteilen, die alle zugeschnitten, angepasst und verschweißt werden mussten. Diese Arbeiten nahmen alleine eineinhalb Monate in Anspruch. Nach der Fertigstellung der Rahmen erfolgten eine Verzinkung und danach die Montage an der Fahrzeughalle.

Fensterbau Fensterbau

Aufwendiger Bau der Fenster

Einbau der Fenster Einbau der Fenster

Einbau der Fenster in die Hallenwand

Bei einem Sturm im Juli wurden einige Dächer der Gebäude sowie Elektroleitungen beschädigt. Die notwendigen Aufräumarbeiten und Reparaturen erfolgten umgehend.

Sturmschäden Sturmschäden

Aufräumarbeiten nach dem Sturm

Fahrzeuge

Für den Dieselkarren DK 2004, Nr. 202 konnte ein gebrauchter Zylinderkopf beschafft werden. Dies war notwendig, da wir das Fahrzeug bereits mit einem Frostschaden in die Sammlung übernahmen. Das Ersatzteil wurde eingebaut. Weiterhin erfolgte die Reinigung der kompletten Kraftstoffanlage.

Der Aussichtswagen, Nr. 21 erhielt eine Trittstufenbeleuchtung, um auch bei Fahrten bei Dunkelheit ein sicheres Ein- und Aussteigen zu gewährleisten.

Neu in der Fahrzeugsammlung ist der Wagenkasten des sächsischen Packwagens 970-312. Dieser war nach seiner Ausmusterung im Jahr 1968 in Mochau als Lagerschuppen auf einem Privatgrundstück genutzt. Nach einem Besitzerwechsel des Grundstücks wurde der Wagen abgegeben und gelangte am 17.September 2016 auf das Gelände der Museumsfeldbahn. An der Nutzung wird sich zunächst nichts ändern, der Wagenkasten soll auch weiterhin als Lagerraum genutzt werden.

Packwagen

Der Packwagen wird vom Spezialtransport abgeladen

Packwagen

Transport auf dem Schienenweg in den Bahnhof

Packwagen Packwagen

Aufstellung des Packwagens im Bahnhof

Mit der Aufstellung des Packwagens war auch die Lok 8, V10C umzusetzen. Diese wurde auf Hilfsfahrgestelle gesetzt und soll nach Fertigstellung der Fahrzeughalle zur Aufarbeitung dort untergebracht werden.

V10C V10C

Umsetzung der V10C im Bahnhof

Sonstiges

Vom Feldbahnmuseum Oekoven konnten wir vier Hebeböcke mit einer Tragfähigkeit von je 3 Tonnen übernehmen. Diese sollen zukünftig in der Fahrzeugwerkstatt zum Einsatz kommen.

IV. Quartal 2016

Streckennetz

Seit Oktober läuft der alljährliche große Rückschnitt der Büsche und Äste entlang der Strecke.

Zur Instandsetzung der Weiche 13 wurde ein kompletter Satz Schwellen zum Einbau vorbereitet.

Gebäude/ Infrastruktur

Große Fortschritte sind an der Fahrzeughalle erkennbar. Zunächst wurde das große Hallentor durch die Metallbaufirma fertig gestellt und montiert. Das Tor besteht aus fünf Schiebeelementen und einem Klappelement. Dadurch lässt sich die Halleneinfahrt fast über die gesamte Hallenbreite öffnen. Im Anschluss an den Toreinbau wurde durch die Vereinsmitglieder die Fassade oberhalb des Tors vervollständigt. Das fehlende Wellblechelement und ein Traufblech konnten montiert werden, nachdem die endgültigen Maße des Tores feststanden. Hallentor Hallentor, Fassade geschlossen Montage der Traufbleche

Nach der Anlieferung der Wellbleche Ende Oktober für die Ost- und Westfassade begann sogleich deren Montage. Teilweise bei strömendem Regen erfolgte die Anpassung der Bleche an die Fenster sowie an die Fluchttür. Für die Fluchttür wurde eine Laibung aus Stahlprofilen erstellt.

Montage der Ostfassade Montage der Ostfassade Montage der Ostfassade

Montage der Ostfassade

Montage der Westfassade Montage der Westfassade

Montage der Westfassade

Türlaibung für den Notausgang

Türlaibung für den Notausgang auf der Westseite

Zeitgleich wurde ein Torrahmen für das Tor zum Anbau hergestellt.

Bau Tor Anbau

Bau des Tores für den Anbau

Stellprobe des Tores

Stellprobe des Tores

Mitte Dezember wurde auch das bombierte (d. h. gegen das Profil gerundete) Wellblech für das Runddach geliefert. Probeweise wurde zumindest eine Tafel montiert.

Montage Dachelement Westseite

Ebenfalls Mitte Dezember konnten wir die bestellte Fluchttür in Empfang nehmen. Diese wurde schließlich kurz vor Weihnachten montiert.

Fluchttür